1955 gründeten einige sportbegeisterte Männer den Sportverein „SV Germania Twist“, dessen erster Vorsitzender Josef Thalken wurde. Unterstützt wurde er von Bernhard Albers sowie Helmut Focken. Gespielt wurde in Rühlertwist hinter dem Vereinslokal Albers. Das erste Spiel des neuen Vereins Germania war ein Freundschaftsspiel gegen Grenzland Twist, bei dem lt. mündlicher Überlieferung Jochen Müßigbrot das erste Tor für den neuen Verein schoss. Das erste Punktspiel fand beim TuS Haren statt und wurde hoch mit 2:10 Toren verloren, trotzdem soll bis in den nächsten Tag gefeiert worden sein. In den ersten Jahren versuchte der Verein sportlich und gesellschaftlich Fuß zu fassen, was bei den bescheidenen zur Verfügung stehenden Mittel jedoch schwierig war.

Sportlich verfügte der SV Germania Twist zuerst nur über eine 1. Herrenmannschaft, doch schon bald kam eine Jugendmannschaft und eine 2. Herrenmannschaft dazu. Im Jahre 1964 konnte ein neuer Sportplatz auf dem heutigen Geländeder Fa. Wavin in Empfang genommen werden. Dieser Platz, ausgestattet mit einer kleinen Umkleidekabine mit fließend Wasser, sowie einer selbsterbauten Stehtribüne, war nun das Zuhause des SV Germania Twist. So langsam hatte sich der SV Germania Twist etabliert und es stellten sich auch erste Erfolge ein:1963/64 gelang der Aufstieg in die Zweite Kreisklasse. Zwei Jahre später wurde man nach einer überragenden Saison Meister(44:8 Punkte, 86:24 Tore), und stieg in die Erste Kreisklasse auf. Die anschließende Meisterfeier wird noch heute als grandios bezeichnet.

Die Saison 1969/70 brachte den bis dahin größten Erfolg in der Geschichte des Vereins: unter der Regie von Alois „Stani“ Rickers konnte die Meisterschaft errungen und somit der Aufstieg in die Bezirksklasse geschafft werden. In der gesamten Saison hatte es ein Kopf an Kopf rennen zwischen Germania und Grenzland Twist gegeben, das Germania schließlich mit 3 Punkten Vorsprung für sich entscheiden konnte.

In der folgenden Jahren verstand man es sich in der Bezirksklasse zu behaupten. Furore machte der SV Germania 1972 im DFB Pokal.Nachdem man in der 4. Runde den Verbandsligisten Germania Papenburg mit 3:2 besiegte, musste am Ostermontag Landesligist SV Meppen in Twist antreten. Dieser verlor promt mit 0:1 beim SV Germania, für die jedoch in der nächsten Runde gegen Amisia Papenburg das „Aus“ kam. 1972 brachte wiederum einen Umzug mit sich, denn im Zuge der Erweiterung des Firmengeländes der Fa. Wavin musste der Wavinplatz aufgegeben werden. Einen neuen Platz fand man in der Siedlung bei der Ansgarschule. In der Saison 1974/75 musste man in die 1. Kreisklasse absteigen. In dieser Klasse, die aufgrund verschiedener Reformen 1.Kreisklasse, Kreisliga und Emslandliga nannte, spielte man bis 1993. Für die Saison 1993/94 wurde mit Roland Polke ein Spielertrainer aus Meppen verpflichtet. Nach einer sehr spannenden Saison konnte man die Meisterschaft und zum zweiten Mal in der Geschichte den Aufstieg in die Bezirksklasse feiern.

In diesem Jahr wurde, komplett in Eigenleistung, eine Zuschauertribüne errichtet, die fortan dafür sorgte, daß Zuschauer bei Heimspielen mehr Komfort in Anspruch nehmen konnten. Das folgende Bezirksklassenjahr stand unter einem sehr ungünstigen Stern, da es durch eine Spielklassenreform insgesamt 12 Absteiger gab. Leider konnte trotz ansprechender Leistungen die Klasse nicht gehalten werden. Nach einigen Kreisligajahren, war es Damir Bujan, der die Mannschaft 2002/2003 in die Relegationsrunde um den Aufstieg in die Bezirksklasse brachte, scheiterte jedoch ungeschlagen und nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses. Pünktlich zum 50-jährigen Vereinsjubiläum 2005 schaffte es Damir Bujan mit siner Mannschaft wiederum in die Relegationsrunde, in der man dann durch einen vielumjubelten 5:2 gegen Brandlecht-Hestrup den 3 Aufstieg in die Bezirksklasse sichern konnte.